Die Technik

Das Grundprinzip

Fernwärme ist Wärme, die an einem Ort anfällt und dort nicht weiterverwendet werden kann. Sie wird deshalb an einen Wasserkreislauf übertragen und an Orte transportiert, an denen Bedarf besteht. In den Liegenschaften und in Konsumstellen wird die Wärme mit Wärmetauschern entnommen und den Heizungen oder der Warmwasserbereitung übergeben.

 


Schema

Technische Daten

  • Wärme Lyss Nord nutzt die Abwärme aus dem Trocknungsprozess der GZM im Industriering.
  • Das Rohrleitungssystem ist ca. 3 km lang.
  • Das Rohrleitungssystem ist auf der ganzen Länge leckageüberwacht.
  • Die Wärme wird in den Liegenschaften mit einer Vorlauf-Temperatur von ca. 90°C geliefert.
  • An Wochenenden, wenn der Betrieb der GZM vorübergehend unterbrochen ist, wird Wärme aus einem Speicher bezogen oder alternativ mit Gas erzeugt.

 

Die Wärmenutzung

Fernwärme ist eine leitungsgebundene Energie, welche Ein- und Mehrfamilienhäuser, Wohnüberbauungen, Industrieunternehmen, Gewerbebetriebe und auch öffentliche Bauten versorgt. Statt in jedem Gebäude einzeln, wird die Abwärme der GZM für das ganze Versorgungsgebiet über den Heizwasserkreislauf den Verbrauchern zum Heizen und zur Warmwasseraufbereitung zugeleitet. Fernwärme ist für unterschiedliche Anwendungen geeignet; Raumheizung, Warmwasserbereitung, Energiebedarf für Lüftungs- und Klimaanlagen. Weitere Anwendungen sind Kühlanlagen (bis +5°C), Treibhäuser, Lebensmittel-Produktionanlagen und industrielle Prozesse.

 

Die Übergabestation

Fernwärme bietet komfortable Wärme, welche direkt in Ihr Gebäude geleitet wird. Heizkessel, Tankraum, Wartungsarbeiten, Kaminreinigung oder Emissionsmessungen fallen weg. Sie sparen Platz, weil keine Brennstoffe gelagert werden müssen.

Bindeglied zwischen dem Verteilnetz und dem gebäudeinternen Wärmekreislauf ist die Übergabestation. Für ein Mehrfamilienhaus ist die Übergabestation, welche die gesamte Technik enthält, kleiner als die Waschmaschine. Die Wärme wird hier mit ca. 90°C bereitgestellt. Im Wärmetauscher wird dem Wärmenetz die notwendige Wärme entzogen und dem gebäudeinternen Wärmekreislauf zugeführt. Ein geeichter Wärmezähler ermittelt die bezogene Wärmeenergie. Das abgekühlte Wasser fliesst über eine zweite Rohrleitung zurück in die Wärmeproduktion und schliesst so den Kreislauf.

Mit der Übergabestation wird der Wärmebezug reguliert und gemessen. Die erfassten Daten können für die Bezugsoptimierung genutzt werden. Der Regler stellt den bedarfsgerechten Bezug sicher.


√úbergabestation

 

 

by moxi